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Akku-Heckenschere

Allgemeines zur Akku-Heckenschere

Wer nicht bloß einzelne Pflanzen bearbeiten will, greift oft auf eine Heckenschere zurĂŒck. Immer mehr Modelle sind akkubetrieben und weisen einige Unterschiede zu klassischen elektrischen Heckenscheren auf. So besteht eine Akku-Heckenschere aus einem GehĂ€use, einem Griff und dem Schwert. 

Als Schwert bezeichnet man den Teil, der aus verschiedenen gegeneinander laufenden Messern gefertigt ist. Meist handelt es sich um zwei, etwas seltener um drei Teile: eine feste Leiste mit Messern auf beiden Seiten und bis zu zwei bewegliche Leisten. Die einzelnen Messer bilden dabei viele, kleine Scheren, mit denen Zweige und Äste effektiv zerschnitten werden können. 

Die Heckenscheren-Varianten

Die wohl bekannteste Heckenschere ist die manuelle Gartenschere. Ihre Vorteile sind offensichtlich: Sie verursacht kaum GerĂ€usche und kann durch die Hebelwirkung selbst dickere Äste durchtrennen. Zudem funktioniert sie unabhĂ€ngig von Benzin und Strom, Kosten diesbezĂŒglich treten also nicht zusĂ€tzlich auf. Allerdings wird hier reine Muskelkraft benötigt.

Die elektrische Heckenschere hingegen ist fĂŒr große FlĂ€chen unverzichtbar. In ihrer Grundform ist sie kabelgebunden, sodass immer eine Steckdose in der NĂ€he benötigt wird. 

Um dieses Problem zu umgehen, wurde die Akku-Heckenschere entwickelt. Statt Stromkabel funktioniert diese mithilfe eines leistungsfÀhigen Akkus und weist somit ein höheres Gewicht auf. Sobald der Akku leer ist, muss die Akku-Heckenschere wieder aufgeladen werden. 

Eine grĂ¶ĂŸere Leistung und Laufzeit weist die Heckenschere mit Benzinmotor auf. Allerdings wiegt sie noch mehr als die Akku-Variante, allein schon wegen des Benzintanks. Auch der LĂ€rm ist beim laufenden Otto-Motor nicht zu ĂŒberhören. In Zeiten steigender Benzinpreise und erhöhtem Umweltbewusstseins ist es nicht gerade die erste Wahl, um die Hecke zu schneiden.

Antihaftbeschichtete manuelle Profi Strauchschere Heckenschere aus Aluminium
normale Heckenschere
Bosch DIY Akku-Heckenschere AHS 55-20 LI
Akku-Heckenschere
FUXTEC Benzin Heckenschere Profi FX-MHP126 mit XXL-SchwertlÀnge 800 mm Schwert Freischneider
Benzin-Heckenschere

Vorteile der Akkutechnik

Die Lithium-Ionen-Technik ist zum Standard der Akku Heckenschere geworden. Dass diese Technologie so weit verbreitet ist, hat verschiedene GrĂŒnde. So sind LI-Akkus deutlich kleiner und wiegen entsprechend weniger als vergleichbare NiCd-Akkus. 

AuffĂ€llig ist auch die geringe Selbstentladung. So kann der Akku durchaus drei Monate im Keller liegen, ohne dass er hinterher wieder vollstĂ€ndig aufgeladen werden muss. Empfohlen wird allerdings eine kĂŒhle Lagerung, da diese nicht nur die Zyklenlebensdauer erhöht, sondern auch die Selbstentladung verringert. 

Ebenso entfĂ€llt bei der Lithium-Ionen-Technik jeglicher Memory-Effekt, welcher eine Folge von vielen Teilentladungen ist. Diese fĂŒhren auf Dauer zum KapazitĂ€tsabfall. Entsprechend spielt es keine Rolle, wann und wie lange man den Lithium-Ionen-Akku auflĂ€dt, er wird keinen Schaden davon tragen. Das Abbrechen des Ladevorgangs kann sogar die Lebensdauer verlĂ€ngern. 

Zuletzt lassen sich Akkus, sollten sie einmal einen Großteil ihrer LeistungsfĂ€higkeit eingebĂŒĂŸt haben, sehr leicht austauschen. Wichtig ist nur, auf den Hersteller sowie die Volt-Zahl zu achten.

  • Mehr MobilitĂ€t bei der Arbeit durch Akkus
  • Ist mittlerweile zum Standard geworden
  • Fortschrittliche Li-ionen-Akkus (z.B. hohe Laufzeit)
  • Ein Akku fĂŒr mehrere Akku-Werkzeuge nutzen

Nachteile der Akkutechnik

Ein offensichtlicher Nachteil der Akku-Heckenschere ist deren begrenzte Laufzeit. Im Durchschnitt muss sie nach 30 bis 50 Minuten wieder geladen werden. Mit vollgeladenem Akku kann also viel Arbeit erledigt werden, wobei alles davon abhÀngt, welche Menge bewÀltigt werden muss und woraus sie besteht. Wer lÀnger arbeiten möchte, wird einen Ersatz-Akku brauchen. 

Auch die Ladezeiten einer Akku-Heckenschere sind zu berĂŒcksichtigen. Mit einem Schnell-LadegerĂ€t nehmen sie ca. 45 Minuten bei einem 18-Volt-Akku in Anspruch. Wir haben jedoch zum Teil sehr gute Erfahrungen mit dem Makita DC18RC LadegerĂ€t gemacht, welches einen 4-Ah-Akku in unter 15 Minuten lĂ€dt. Ohne Schnell-LadegerĂ€t kann es durchaus bis zu drei Stunden brauchen, bis der Akku vollstĂ€ndig geladen ist. 

Zuletzt ist zu bedenken, dass auch die Lebensdauer eines Akkus begrenzt ist. Gemessen wird diese Zeit nicht in Jahren, sondern in Arbeitszyklen, wobei ein Zyklus eine vollstĂ€ndige Auf- und Entladung darstellt. Gute LI-Akkus ĂŒberstehen ohne Probleme zwischen 800 und 1000 Zyklen.

  • Akkus haben eine begrenzte Laufzeit
  • Sie mĂŒssen geladen werden, Strom = Kosten
  • Begrentze Lebensdauer eines Akkus
  • Ohne Schnell-LadegerĂ€t grĂ¶ĂŸere Ladedauer

Akku-Heckenschere - aktuelle Testsieger

Als Testsieger im 18-Volt-Segment ging die Bosch Akku-Heckenschere HS 52 LI hervor. Am meisten konnte das Modell durch sein gutes Schnittergebnis ĂŒberzeugen, was nicht zuletzt aufgrund des integrierten ABS zustande kommt. Die Heckenschere von Bosch wiegt nur 2,7 kg und zĂ€hlt somit zu den leichteren Modellen. Je nach KapazitĂ€t des Akkus betrĂ€gt die Laufzeit bis zu 50 Minuten.

Bosch Akku-Heckenschere HS 52 LI
Einhell Akku-Heckenschere GE-CH 1855 LI

Ebenfalls ĂŒberzeugen konnte die Einhell Akku-Heckenschere GE-CH 1855 LI. Sie punktete maßgeblich in den Kategorien Anwendung, Ergonomie und Performance. Im Bereich der Technologie erzielt sie sogar Bestwerte. Insgesamt stehen einem drei Akkus zur VerfĂŒgung, wobei der grĂ¶ĂŸte ĂŒber eine Leistung von 5,2 Ah verfĂŒgt und damit 2-stĂŒndige Laufzeiten ermöglicht.

Zuletzt darf die Akku-Heckenschere GTC 1850 von Black + Decker hervorgehoben werden. Zwar besitzt sie etwas weniger Power als die anderen beiden GerĂ€te, kommt aber trotzdem zu einem guten Schnittergebnis. Durch den verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig großen Messerabstand können sogar dickere Äste gut bearbeitet werden. Doch auch in anderen Bereichen erzielte die Akku-Heckenschere mindestens gute Werte.

Akku-Heckenschere GTC 1850 von Black + Decker

Einsatzgebiete der Akku-Heckenschere

Mit einer Akku-Heckenschere besitzt man dieselbe Bewegungsfreiheit wie mit einer benzinbetriebenen Heckenschere. Es ist möglich, flexibel zu arbeiten und muss nicht stÀndig auf das herunterhÀngende Kabel achten. Nachteilig ist hingegen, dass die Einsatzdauer beschrÀnkt ist. Sobald der Akku leer ist, muss die Heckenschere an der Steckdose geladen werden. Alternativ kann ein Zweitakku zum Einsatz kommen, falls lÀngere Einsatzzeiten geplant sind. 

FĂŒr kĂŒrzere Arbeitszeiten sind die Einsatzgebiete fĂŒr die Akku-Heckenschere daher vielseitig. So kann GeĂ€st jeglicher Art geschnitten werden, sofern es nicht zu dick fĂŒr die Messer ist. 

Ebenso lĂ€sst sich unabhĂ€ngig von jeglicher Stromzufuhr agieren. Wer ĂŒber keinen Zweitakku verfĂŒgt, allerdings darauf angewiesen ist, lĂ€nger zu arbeiten, sollte sich unweit einer Stromquelle aufhalten. Denn nach maximal 60 Minuten sind die meisten Akkus entladen und mĂŒssen an eine Steckdose angeschlossen werden. 

radikaler RĂŒckschnitt
leichte Korrekturen, Formschnitt

NĂŒtzliche Tipps zum Hecke schneiden

Hecken zu schneiden ist unumgĂ€nglich, wenn man sie blickdicht halten will. Denn nur wenn sie regelmĂ€ĂŸig gepflegt werden, wird das Wachstum angekurbelt und die Äste verzweigen sich im gewĂŒnschten Umfang. Um die Hecke nicht unnötig zu schĂ€digen, sollte man auf die Außentemperatur und das Wetter achten. Es sollte nicht kĂ€lter als -5°C sein, da sonst der Schnitt nicht richtig verheilt. Dasselbe gilt fĂŒr zu viel Sonnenschein. Es kann zu einer Austrocknung der SchnittflĂ€chen kommen, sodass die Hecke droht, zu verwelken. 

Der optimale Zeitpunkt, um Hecken mit der Akku-Heckenschere zu schneiden, beginnt Mitte Februar und geht bis Anfang MĂ€rz. Sollte der Winter den Gehölzen stark zugesetzt haben, sodass sie entfernt werden mĂŒssen, ist erst recht frĂŒhes Handeln angesagt. Von gesetzlicher Seite aus ist der RĂŒckschnitt nur bis Ende Februar gestattet, da zum spĂ€teren Zeitpunkt Vögel bevorzugt auch Hecken als Brutplatz aussuchen. 

Ehe die Arbeit beginnt, muss zunĂ€chst zwischen Form- und RĂŒckschnitt unterschieden werden: 

  • Beim Formschnitt korrigiert man lediglich herauswachsende Äste. Zwar ist er gesetzlich das ganze Jahr ĂŒber erlaubt, erfolgen sollte er trotzdem spĂ€testens bis Ende September. Andernfalls kann es zu FrostschĂ€den kommen. 
  • Beim RĂŒckschnitt wird die Hecke etwas radikaler zurĂŒckgestutzt, indem man sie auf den Stock zurĂŒckschneidet.

Wenn Sie noch einmal genau nachlesen möchten, wann Sie Ihre Hecke von Gesetzes wegen her schneiden dĂŒrfen, dann empfehlen wir folgenden Artikel vom NDR ĂŒber die Gesetzeslage beim Hecke schneiden.

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