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Akkuschrauber kaufen – Was man wissen sollte…

Sie möchten sich einen Akkuschrauber oder besser ein Akkuschrauber Set kaufen? Wissen aber nicht genau, worauf es im Detail ankommt? Mit unserer 7-Punkte-Ckecklist wissen Sie genau, welchen Akku Sie bevorzugen sollten und warum ein Akkuschrauber Getriebestufen besitzt. Nebenbei erwähnt suchen Sie mit Sicherheit einen Akkubohrer, denn ein Akkuschrauber kann lediglich schrauben und nicht bohren. Heutzutage werden im Prinzip nur noch Akkubohrer verkauft.

Black + Decker 18V Autosense Akku-Bohrschrauber, Autoselect-Technologie, LED-Arbeitslicht, Schnellspannbohrfutter ASD18KBeim kauf eines Akkuschraubers gilt es immer abzuwägen, für welchen Zweck das Gerät genutzt werden soll. Ein Profi hat andere Anforderungen wie ein Laie oder Heimwerker. Dementsprechend macht es wenig Sinn, als Hobbyschrauber ein überdemensioniertes Gerät zu kaufen. Jedoch empfehlen wir, etwas mehr zu investieren, da preiswerte Akkubohrer keine lange Lebensdauer haben und zumeist von minderwertiger Qualität sind. Schließlich will man nicht doppelt kaufen, sondern lange Zeit was davon haben.

Mit diesen 7 Punkten wissen Sie definitiv mehr als vorher, garantiert 😉

 

Punkt 1- Das Wichtigste beim Kauf – die Akkuleistung 

Bei der Frage des Akkus kommen viele ins Zweifeln, was nun besser sei, die Voltangabe oder die Ah (=Amperestunden). Mini Akkuschrauber machen hier den Anfang mit rund 3,6 Volt, größere Profi-Geräte haben in der Regel 18 Volt. Beide Angaben für sich genommen, sagen nicht sonderlich viel über die Akkuleistung aus. Möchte man auf lange Zeit einen soliden und leistungsstarken Akku, mit dem Lange gearbeitet werden kann, sollten man Akkus mit 2 Ah und mehr kaufen. Die Angabe Amperestunde gibt groß an, wie lange ein Akku durchhält. Jedoch tummeln sich in den Shops viele Billigprodukte, die auch mit 18 Volt Akkus Aufmerksamkeit erregen. Doch diese Akkus sind von schlechterer Qualität als die von Marken-Herstellern. Wir empfehlen, einen Akkubohrer von namhaften Herstellern zu kaufen mit mindestens 14,4 Ah. Mit 18 Volt Modellen ist man auf der sicheren Seite.

Lithium-Ionen-Akku ohne Memory-Effekt 

Darüber hinaus sollte in jedem Fall ein Lithium-Ionen-Akku gewählt werden. Heutzutage werden diese standardmäßig verbaut. Sie können sich nicht tiefenentladen und besitzen keinen Memory-Effekt mehr. Die Lebensdauer solcher Akkuschrauber Akkus ist wesentlich länger und sie haben den Vorteil, dass die Aufladezyklen je nach Gerät auf unter 30 Min. sinken. So ist fast pausenloses Arbeiten möglich.

 

Punkt 2 – Drehmomt / Leistung 

Ein ebenso wichtiger Aspekt beim Kauf eines Akkubohrschraubers ist das maximale Drehmoment, welches sich bei der Angabe in der Regel auf den weichen und harten Schraubfall bezieht. Zum Beispiel: weich/hart 27/42 Nm, was bedeutet, dass eine Schraube mit maximal 27 Nm in Holz versenkt werden kann. Die 42 Nm beziehen sich auf Metall. Auch hier sollte man nicht sparen und ein Akkuschrauber Set / Akkubohrer mit mindestens 30 Nm kaufen. Lieber etwas mehr Leistung als zu wenig. Man weiß ja nie, welche Arbeiten in Zukunft auf einen warten. Vor dem Bohrfutter befindet sich die Drehmoment-vorauswahl mit mehreren Stufen, meist in Form einer mechanischen Rutschkupplung. Das bedeutet, man kann bequem von Hand das jeweilige Drehmoment einstellen. Nach der letzten Stufe folgt, soweit vorhanden, die Bohrstufe sowie die Schlagbohrstufe.

 

Punkt 3 – Getriebstufen / Gangzahl 

Herkömmliche Akkuschrauber können lediglich zum Schrauben genutzt werden, da kein 2-Gang-Getriebe vorhanden ist. Akkubohrer hingegen haben mindestens 2 Gänge, der erste zum Schrauben und der zweite, schnellere Gang dient zum Bohren. Um zu wissen, wie groß die jeweilige Drehzahl im ersten und zweiten Gang ist, schaut man auf die Leelaufdrehzahl, die beispielsweise so angegeben wird: 1. Gang: ca. 0 – 450 min-1 / 2. Gang: ca. 0 – 1.650 min-1.

 

Punkt 4 – Schlagwerk 

Einen Akkubohrer mit Schlagwerk zu kaufen, kann sehr praktisch sein. Es dient dazu, beim Bohren regelmäßige Schläge auf den Untergrund auszuüben, um ihn zu zertrümmern. Durch die Schlagwer-Funktion kann man, je nach Untergrund, doppelt so schnell bohren als ohne. Ob man nun extra eine Schlagbohrmaschine oder einen Akkubohrschrauber mit Schlag kauft, hängt davon ab, wie oft man diese Funktion braucht. Reine Schlagbohrmaschinen erreichen natürlich bessere Leistungen, weil sie auf das Schlagbohren ausgelegt sind. In der Regel sind sie auch teurer, aber ein Akkuschrauber mit Schlag bietet mehr Funktionen und ist preiswerter. Nutzt man das Schlagwerk eher weniger oft und weniger professionell, dann lohnt sich der meist geringe Aufpreis für einen Akkuschlagbohrer.

 

Punkt 5 – Bürstenlose Akkuschrauber (brushless

Früher wurden Kohlebürsten in den Motoren verbaut, um den elektrischen Kontakt zu den Schleifringen des Rotors der Maschine herzustellen. Mittlerweile hat sich die Motor-Technik weiterentwickelt und es kommt zusehens die bürstenlose-Variante (brushless) zum Einsatz. Bürstenlose Motoren haben den entscheidenden Vorteil, dass sie wesentlich effizienter und damit stromsparender arbeiten und weniger Platz benötigen. Dadurch werden Akkuschrauber immer kompakter und handlicher. Durch die erhöhte Effizient wird weniger Strom benötigt, was automatisch die Akkustandzeit sowie die gesamte Lebensdauer des Akkubohrers verlängert.

 

Punkt 6 – Bohrfutterspannweite 

Das Bohrfutter befindet sich ganz vorne am Akku Schrauber und dient zum Einspannen der Bohrer und Bits. Hier sollte man darauf achten, dass es sich um ein Schnellspannbohrfutter handelt, welches ohne Bohrfutteschlüssel und demnach einhändig bedient werden kann. So ziemlich alle Modelle sind jedoch heutzutage mit einem Schnellspannbohrfutter ausgestattet. Es besteht auch die Möglichkeit, ein solche Bohrfutter nachzurüsten. Die Größe des Bohrfutters reicht von 1 mm bis max. 13 mm. Je größer das Bohrfutter ist, desto mehr Bohrer passen schlielich in den Akkuschrauber.

 

Punkt 7 – Ergonomie und Gewicht 

Die Ergonomie und das Gewicht eines Akkuschraubers gewinnen zunehmend an Bedeutung, weil das Bedürfnis nach mehr Handlichkeit und Kompaktheit zunimmt. Demzufolge sollte man beim Kauf eines neuen Akkuschrauber darauf achten, dass er gut in der Hand liegt und ausbalanciert ist. Wer lange am Stück arbeitet, wird wissen, wie wichtig dies ist. Zudem sollte der Griff mit einem rutschfesten Material versehen sein, damit ein Abrutschen reduziert werden kann. Diverse Geräte überstehen jedoch ein Sturz aus gewisser Höhe unbeschadet. Zur Ergonomie gehört auch das Gewicht. Ein zu schwerer Akkubohrer überanstrengt den Arm und lässt ihn müde werden. Bei Arbeiten an der Zimmerdecke beispielsweise benötigt man ein Gerät, welches nicht zu schwer und handlich zugleich ist.