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Wie viel Ah und Nm ein Akkuschrauber braucht

Die Anschaffung eines neuen Akkuschraubers dürfte eine Vielzahl von Menschen zum Verzweifeln bringen. Zahlreiche Parameter gilt es zu beachten, an erster Stelle natürlich der Akku. Denn ohne einen leistungsstarken Akku bringt einem der ganze Akkuschrauber nichts.

Darüber hinaus gibt es Unterschiede bei der Motorleistung, in der Handhabung bzw. Ergonomie und weitere Optionen wie Schlagwerk und Drehmoment sind Parameter , die vorab geklärt werden müssen. Nicht jeder benötigt das ganze Spektrum eines Profi-Gerätes, jedoch sollte man tiefer in die Tasche greifen und eher zum Marken-Hersteller tendieren, damit man in Zukunft abgesichert ist und nicht zweimal kaufen muss.

Bei uns finden Sie nicht nur beliebte Akkuschrauber und Akkuschrauber Sets, sondern auch einen ausführlichen Ratgeber zu den Themen Kauf, Akku & mehr!

Das bedeuten Volt und Amperestunden:

Der wichtigste Parameter beim Akkuschrauber kaufen, ist ohne Zweifel die Leistungsfähigkeit des Akkus. Ohne ausreichend Akkuleistung & Akkukapazität macht das Arbeiten schnell keinen Spaß und die Arbeiten ziehen sich unnötig in die Länge. Für den ständigen Gebrauch, wie auf einer Baustelle, ist es zugleich ein No-Go! In früheren Zeiten war es jedoch so, dass sich die Akkus sehr schnell tiefen entladen haben und ein Ersatzakku stets parat liegen musste. Diese Zeiten sind, was Qualitätsschrauber angeht, zum Glück vorbei dank fortschrittlicher Lithium-Ionen-Akkus. Auch bei längerem Nichtgebrauch halten diese die Energie mit marginalen Verlusten konstant gespeichert.

Von entscheidender Bedeutung sind nun die elektrische Spannung, welche in der Einheit Volt angegeben wird sowie die elektrische Ladung mit der Einheit Ah (Amperestunde). Die auf dem Markt befindlichen Akkubohrer verfügen angefangen bei 1,5 Ah über 2 und 3 Ah bis hin zu 5 Ah oder 5,2 Ah (Festool DRC 18/4 Li 5,2). 

Einzelne Akkus mit 6 Ah und mehr können separat dazugekauft werden. Diese Größe ist erst einmal nur bedingt wichtig, weil an ihr nicht genau abgelesen werden kann, wie ergiebig der jeweilige Akku sein wird. Sie gibt darüber Aufschluss, wie lange der Akku ca. arbeiten kann bzw. wie lange eine Ladung reichen wird.

Wenn die elektrische Spannung (Volt) mit ins Spiel kommt, hat man eine solide Grundlage, um über die Leistungsfähigkeit eines Akkus zu urteilen. Diese reicht bei Akkuschraubern von 3,6 Volt (Mini Akkuschrauber) über 7,2 Volt, 10,8 Volt & 14,4 Volt bis hin zu 18 Volt und sogar 20 Volt. Unterschiede zwischen den Herstellern müssen jedoch beachtet werden, obwohl „Lithium-Ionen-Akku“ geschrieben steht.

Je größer nun die Volt-Angabe ist, desto mehr Leistung liefert in der Regel auch das Akku-Werkzeug. Warum nun einige Akkuschrauber 12 Volt und andere 18 Volt haben, liegt schlichtweg am Gerät selber, wie die Akkugröße im Verhältnis zum Motor gewählt wurde vom Hersteller.

Unsere Besucher entscheiden sich für: Mit rund 76% für Akkuschrauber mit 18v

18 Volt Akkuschrauber
76%
14,4 Volt Akkuschrauber
14%
Akkuschrauber mit 10,8 Volt und weniger
10%

Akkuleistung einfach ausrechnen:

Um herauszufinden, ob das Akkuschrauberset mit dem Makita Akkuschrauber 18 Volt / 3 Ah was taugt, sollte folgende kurze Berechnung angestellt werden. Dabei wird die Spannung (Volt) mit den Amperestunden multipliziert, als Ergebnis erhält man Wattstunden (Wh). Demzufolge kann auch einiger Verwirrung beim Akkuschrauber kaufen vorgebeugt werden (siehe Beispiel-Rechnung).

Beispiel-Rechnung:
Akkuschrauber mit 18 Volt * 1,5 Ah = 27 Wattstunden

Gegenbeispiel:
Akkuschrauber mit 14,4 Volt * 3 Ah = 43,2 Wattstunden

Das Fazit

Wie man anhand der obigen Beispiele erkennen kann, reicht es nicht aus, sich nur auf die Volt-Angabe oder die Amperestunden zu verlassen. Der 18 Volt Akkuschrauber ist hier weniger ergiebig als das Gerät mit einem 3-Ah-Akku. Vom Rechnerischen abgesehen muss man auch den Hersteller berücksichtigen. Der Akku eines Makita,- Bosch oder Dewalt-Akkuschraubers leistet mit gleichen Werten in aller Regel mehr als ein No-Name-Schrauber.

Der Großteil aller Lithium-Ionen-Akkus von Marken-Akkuschraubern verfügt heutzutage über gewisse Steuerungselektronik-Techniken, die den Akku vor Tiefentladung, Überhitzung, Überlastung etc. schützen und damit die Lebensdauer wesentlich erhöhen.

Wie stark der Akkuschrauber sein soll

Die Frage danach, wie stark der Akkuschrauber sein muss oder soll, ist ähnlich der Frage, wie viel Volt oder Ampere man braucht.

Neben der Akku-Spannung (Volt) und der Akku-Kapazität (Ah) ist hier auch die Angabe des Drehmomentes (Nm) sowie der Leerlaufdreh- bzw. schlagzahl von Bedeutung (min-1). Erst wenn man alle 4 oder 5 Parameter gemeinsam analysiert, kann man eine Aussage darüber treffen, wie stark der Akkuschrauber sein kann. 

Die Stärke ist zudem relativ, ist so also schwer bestimmbar. Erst wenn man mehrere Akkuschrauber miteinander vergleicht, zeigt sich, wie stark oder schwach das jeweilige Gerät ist.

Eine Frage des Vorhabens, Budgets etc.

Wie viel Drehmoment, Volt oder Ampere jemand braucht, ist eine Frage des Preises und des Vorhabens. Möchte man lediglich kleinere Schraubarbeiten im Haushalt vornehmen, dann reicht bereits ein Akkuschrauber mit 3,6 Volt wie der Bosch IXO 5. Generation

Doch bleibt es oft nicht dabei. Der neue Carpot soll eigenhändig errichtet werden oder der Bau eines Eigenheims steht kurz bevor. Dann sollte es schon ein Modell mit 14,4 Volt, oder besser, mit 18 Volt Spannung sein. Das Drehmoment sollte zwischen 40 und 60 Nm liegen. Dann ist man relativ gut abgesichert und vermeidet das Problem, ständig neue Geräte zu kaufen aufgrund wachsender Aufgaben. Bedeutet, dass man vor dem Kauf weiterdenken sollte, was noch in Zukunft kommen könnte. 

Arbeitet man stattdessen ausschließlich über Kopf, dann ist man hingegen mit einem handlichen Akkuschrauber wie dem Bosch GSR 10,8-2-Li mit 30 Nm und 950 g gut beraten. Braucht man richtige, professionelle Performance, dann kann das Highend-Modell Bosch GSR 36 VE-2-Li oder der Festool DRC 18/4 Li das Mittel der Wahl sein.

Es ist schließlich auch eine Frage des Geldes. Nicht jeder kann aus den Vollen schöpfen und sich einen Akkubohrer zulegen, der die nächsten Jahre allen Aufgaben gerecht wird. Daher gilt es abzuwägen und vorauszuschauen!

Die Vor- und Nachteile von Lithium-Ionen-Akkus

Kein Memory-Effekt:

Der Memory-Effekt kommt bei Lithium-Ionen-Akkus nicht mehr vor. Er ist die Folge von vielen Teilentladungen, sprich der Akku wird von 100% auf 60% entladen und sofort wieder geladen. Das hätte bei Nikke-Cadmium-Akkus einen sukzessiven Kapazitätsabfall zur Folge. Bei Li-Ionen-Akkus jedoch nicht, Teilentladungen sind hier eher gut und fördern die Lebensdauer.

Die Größe:

Die Akku-Technik wird stetig verbessert. Insbesondere Lithium-Ionen-Akkus haben den Vorteil, dass sie auf weniger Fläche mehr Energie speichern können. Das führt dazu, dass die Akkus immer kleiner werden, die Leistung jedoch steigt. Beispiel: Bosch GSR 10,8 Volt Akkuschrauber

Höhere Lebensdauer:

Der eigentliche Grund für die Anschaffung eines Akkuschrauber Set / Akkuschrauber ist der nutzunabhängige Betrieb. Demzufolge sollte der Akku möglichst lange durchhalten, weil sich die Anschaffung sonst nicht rechnet. Lithium-Ionen-Akkus haben eine wesentliche Höhere Lebensdauer als veraltete Akku-Techniken, sodass sich der Kauf eines Akkuschraubers mehr denn ja lohnt.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, durch eigenes Vorsehen die Akkulebensdauer zu beeinflussen. Eine Lagerung um die 20° Grad Celsius sowie eine dauerhafte Entladung um 50% mit anschließendem Aufladung (halb voller Akku) erhöhen die Lebensdauer. Die Zyklenanzahl eines Li-Ionen-Akkus kann sich auf diese Weise verdoppeln.

Temperaturempfindlichkeit:

Ein Nachteil bei Li-Ionen-Akkus ist die Empfindlichkeit bei zu hohen bzw. zu niedrigen Temperaturen. Demzufolge sollte das Akku-Werkzeug bei rund 20° Celsius gelagert werden. 

Nach Möglichkeit sollte man nicht unter 5° bzw. nicht über 35° Celius gehen. Insbesondere das Unterschreiten des Gefrierpunktes bei 0 °C führt dazu, dass die Leistung des Akkus sehr stark nachlässt. Grund ist der schwierigere Weg des Elektrolyts vom Minus- zum Pluspol in der Zelle.

Unsere Empfehlungen

18 Volt Festool-Power mit 5,2-Ah-Akku – DRC 18/4 Li

Der Festool DRC 18/4 Li mit 2x 5,2 Ah Akkus ist ein Akkubohrer für den Profianwenderbereich. Mit seinen max. 60 Nm Drehmoment, 4 Gängen und Zusatzhandgriff stellen z.B. 10×300-mm-Schrauben keinerlei Probleme dar. Leistungsstark inkl. Brushless-Motor, hochwertig verarbeitet, max. 3.800 U/min., extrem ausdauernd (über 1000 Schrauben 5×60 mm) und sehr laufruhig. Mehr Informationen gibt es im Amazon-Shop!

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